Luftdichtheit

Was passiert bei einer Luftdichtheitsmessung?

In bauliche Öffnungen (Türen/Fenstertüren) wird ein Messventilator eingesetzt und abgedichtet. Zusätzlich werden Drucksensoren angebracht und aktiviert. Über verschiedene Betriebszustände des Messventilators werden unterschiedliche Winddrücke an der Gebäudehülle simuliert. Dabei entspricht eine Druckdifferenz von 50 Pascal ungefähr einer Windstärke 5-6. In diesem Zustand werden alle Innenbereiche der Bauhülle in Bezug auf eintretende Luftströme untersucht und die Leckagegeschwindigkeit mit Messinstrumenten ermittelt und fotografisch festgehalten. Die Summe aller Undichtheiten (Summenleckagestrom in m³/h) wird über die Messtechnik der Drucksensoren ausgegeben und entspricht damit dem aktuellen Luftwechsel im Gebäude pro Stunde.

blowerdoor.jpgAlle Messwerte werden in einem vorgeschriebenen Messprotokoll ausgewiesen. Bei Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte erfolgt die Ausstellung eines Zertifikates zum qualitativen Zustand der Gebäudehülle. Dieses wird Bestandteil der Bauakte und Bestandteil der Unterlage zur energetischen Wertermittlung des Gebäudes.

Normen und Vorschriften:

  • DIN EN 13829
  • DIN 4108-7
  • EnEV 2007